Posts mit dem Label gelesen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label gelesen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 22. Januar 2009

Aus aktuellem Anlass

Gesumm, das man im Freien und im Schnee singen muss:

Der Schnee,
der Schnee
(Tideli pom),
In dem ich geh
(Tideli pom),
In dem Schnee
(Tideli pom),
Im Schnee.

Er tut schon weh
(Tideli pom),
Im vielen Schnee
(Tideli pom),
Er tut weh
(Tideli pom):
Der Zeh.

So sang er es vor, und das ist so ziemlich die beste Art und Weise, wie man es singen kann, und als er fertig war, wartete er darauf, daß Ferkel sagte, von sämtlichen im Freien und im Schnee zu singenden Liedern, die es je gehört habe, sei dies das beste, und nachdem es sorgfältig über die Sache nachgedacht hatte, sagte Ferkel: »Pu«, sagte es feierlich, »es ist weniger der Zeh als das Ohr.«


(A.A.Milne - Pu der Bär)


- Bald gibt es auch wieder einen "richtigen" Eintrag :)

Sonntag, 12. Oktober 2008

Worte zum Sonntag

"Phoebe hatte ganz allein ein neues Hobby für sich entdeckt. Es war ihre eigene Erfindung, niemand hatte ihr geholfen, niemand außer Phoebe wäre überhaupt darauf gekommen. Sie füllte einen Eimer mit Wasser, band ein Stück Schnur ans Ende eines Stocks, hielt den Stock übers Wasser, und das war’s. Eimerangeln. Die absolute Aussichtslosigkeit des Unternehmens erwies sich als überaus wohltuend. Es war der perfekte Sport. Weil es nicht um Sieg oder Niederlage und die entsprechenden Aufregungen ging, trübte nichts den Genuß des Augenblicks. Der Eimerangler kann sich Freiheiten gestatten, von denen andere nur träumen. Er kann das Wasser mit dem Stock peitschen, ohne daß es schlimme Folgen hat. Er kann das Wasser an irgendeinen bequemeren Ort tragen. Und schließlich kann er es ausleeren und sich frisches Wasser holen. Wirklich, ein fabelhaftes Hobby, auch billig, und wenn sich mehr Leute häufiger damit beschäftigen würden…"

Hilary McKay - Vier verrückte Schwestern

Samstag, 30. August 2008

Jagd

"Lerne, neben den Tag zu treten...
Es ist nicht direkt Unsichtbarkeit.
Sondern ein Woanderssein."


Nach langem Marsch neben den Tagen erwische ich mich ab und an bei der Frage, wie ich das Treffen wiedererlernen könnte.

Samstag, 2. August 2008

Ent-Spannt

"Fahrradabteil" in die Bildersuche von Google eingeben.
Und wissen, wo und wie ich Samstag den 19.
07., Donnerstag den 24.07. und Samstag den 26.07. zwischen 7:00 und 22:00 Uhr zubrachte.
Was bleibt noch zu sagen? "Fahrradfahrer für weniger Treppenstufen"?
Grüße an alle Mitgeplagten, mit denen gemeinsam ich Fahrräder in Züge rein und aus Zügen raus schichtete und stapelte und schleppte und quetschte?
Dank an die alte Dame, die mir am Hamburger Bahnhof den Vortritt am Fahrstuhl ließ?
Gelangweilt habe ich mich immerhin nicht.

Einige Tage am Meer. Herausgefunden, dass mein Zelt sowohl Sturm als auch Hagel als auch Gewitter als auch Platzregen aushält.
"Hinter dem Plan", mein Lieblingsstraßennamen in der grauen Stadt am Meer, weil er so sehr
mit meinem Geisteszustand übereinstimmte.










Veränderungen. Dasselbe Haus 2007 und 2008. Traurig.


Stundenlang am Meer sitzen. Die Luft. Das Rauschen. Lebensnotwendig, auch wenn das pathetisch klingt.
"Reglos, die Augen starr auf die unermessliche Wasserfläche gerichtet. Unbegreiflich. Im Ernst. Ein Leben lang könnte man so stehenbleiben ohne das Geringste zu begreifen, und immer nur schauen. Wie verzaubert. Ohne einen Gedanken im Kopf, einen wirklichen Gedanken, nur Staunen. Verwunderung. Und es dauert Minuten, viele Minuten - eine Ewigkeit -, bis sie endlich, oh
ne die Augen vom Meer abzuwenden, sagt: "Aber irgendwo hört es doch auf?" (Alessandro Baricco - Oceano Mare)



Samstag, 22. Dezember 2007

Die besondere Empfehlung (I)

Für Spontane, Kurzentschlossene oder schlichtweg Verzweifelte an dieser Stelle eine Geschenkidee: Eine CD, die mir in den letzten Tagen ganz besonders ans Herz gewachsen ist:

"König der Wälder - Der Rothirsch" aus der Edition "Stimmen der Natur" vom Kosmos-Verlag.

Aus dem Booklet: "Welcher der unterschiedlichen Rufe auch vom Männchen abgegeben wird, so nimmt es doch immer eine typische Haltung ein: der Kopf wird erhoben, so daß das Geweih den Rücken fast berührt, das Genick ist nach vorne und aufwärts gerichtet, das Maul ist weit geöffnet und die Lippen sind geschürzt. "

Inhalt:
1. Normales Röhren eines Rothirsches (Cervus elaphus)
2. Kurze, bellende Rufe (Spengruf)
3. Röhren und Husten
4. Kurze, bellende Rufe (Spengruf)
5. Hirschmännchen wirbt um ein Weibchen
6. Kurze, bellende Laute (Spengruf)
7. Hirschkuh frißt in unmittelbarer Nähe
8. Röhren der Hirsche und Rufe von Waldkäuzen (Strix aluco)
9. Röhren während der Markierung des Reviers
10. Jaulende Laute eines Hirschmännchens
11. Röhren der Hirsche, im Hintergrund Rufe des Triels (Burhinus oedicnemus)
12. Kampf zwischen zwei Hirschen
13. Knören (leises Röhren) eines männlichen Hirsches
14. Niesen einer Hirschkuh

Gesamtspieldauer: 50'30''

Sonntag, 4. November 2007

Worte

Manche Worte sind herrlich altertümlich.
Machen gute Laune.
Streicheln die Zunge.
Führen ins Land der Poesie.

"Landebahn" hat einen wunderschönen fließenden Klang.
Vor einigen Wochen las ich das Wort "Balagan", russisch für "Ein fröhliches Chaos in Kopf und Bauch".
Das Hawaiische begeisterte mich schon vor lägerem durch Worte wie "'akihi'" - Fortgehen, ohne auf Wegbeschreibungen zu achten -, "'alo 'alo kiki" - sich schnell bewegen um dem Regen auszuweichen - und "o kala nokonoko" - ein Tag, den man in nervöser Erwartung eines Hustenanfalls zubringt.
Eben stolperte ich über den "Aufmupf". Den ich sofort bildlich vor mir sehe.
Und "eigensinnlich". Mhh..

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Kochen mit Hortense (II)

"Es ist im Moment nicht viel im Kühlschrank", sagte sie, "etwas Joghurt, glaube ich, und du könntest ein Glas Rollmöpse aufmachen. Ich bin mir sicher, wenn du es versuchst, gibt's eine Katastrophe, aber eigentlich ist es ganz unkompliziert. Der Haupttrick dabei ist, sie nicht auf den Boden zu schmeißen oder Marmelade drüberzukippen."

Douglas Adams - Der elektrische Mönch

Mittwoch, 5. September 2007

Hall of Fame

"Nur eins", sagte der Held. "Was?" "Sie müssen wissen..." "Ja?" "Ich bin... Wie soll ich sagen...?" "Was?" "Ich bin..." "Sie sind sehr hungrig, nicht?" "Ich bin Vegetarier." "Ich verstehe nicht." "Ich esse kein Fleisch." "Warum nicht?" "Ich esse es eben nicht." "Wieso essen Sie kein Fleisch?" "Ich esse es eben nicht." "Er isst kein Fleisch", informierte ich Großvater. "Natürlich isst er Fleisch", sagte Großvater. "Natürlich essen Sie Fleisch", informierte ich den Helden. "Nein. Tu ich nicht." "Warum nicht?", erkundigte ich mich noch einmal. "Ich esse es eben nicht. Kein Fleisch." "Schweinefleisch?" "Nein." "Fleisch?" "Kein Fleisch." "Steak?" "Nein." "Huhn?" "Essen Sie Kalb?" "Um Gottes Willen, nein. Absolut kein Kalbfleisch." "Was ist mit Wurst?" "Auch keine Wurst." Ich sagte es zu Großvater, und er schenkte mir einen sehr genervten Blick. "Was ist los mit ihm?", fragte er. "Was ist los mit Ihnen?" fragte ich den Helden. "So bin ich eben", sagte er. "Hamburger?" "Nein." "Zunge?" "Was hat er gesagt, das mit ihm los ist?", fragte Goßvater. "So ist er eben." "Isst er Wurst?" "Nein." "Keine Wurst!" "Nein. Er sagt, er isst keine Wurst." "Wirklich?" "Das sagt er." "Aber Wurst ist..." Ich weiß. Sie essen wirklich keine Wurst?"
- Jonathan Safran Foer, Alles ist erleuchtet

"Es ist doch nur ein winziges zartes Würstchen." (...so in etwa.)
- Miss Minerva Mintons Großmutter

"Immernoch kein Fleisch? Auch nicht mal ein kleines Würstchen?"

- Und so reiht sich nun auch meine Großmutter ein in den großartigen Reigen des Unverständnisses.

Aber: Was ist so toll an Würstchen?