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Donnerstag, 27. März 2008

Den Dingen ihren Lauf lassen

Auto parken, rein in die Gaststätte, orientieren, den Sanifair-Schildchen hinterher, den Automaten füttern, durch die Schranke, und dann endlich das Erlebnisparadies auf Erden.
Man kann sich in Cafés setzen um Menschen zu beobachten.
Man kann sich aber auch an Damentoilettenwarteschlangen anstellen.

1)
Die Kleine streckt den Arm unter der Tür durch. Als sie ihn wieder zurückzieht hält sie einen Becher in der Hand, rennt zum Spülbecken, füllt ihn mit Wasser, rennt zurück und schiebt ihn zurück in die Klokabine.
Der Vorgang wiederholt sich viermal.
Dutzende wartender Frauen schauen in unterschiedlichen Faszinationsstadien zu.
Keine traut sich zu fragen.
Ich mich auch nicht.
Schade eigentlich.

2)
"Do you know how... Aaah, I found the button. - Geez, it's MOVING!"
- "Yes, mine too. It's GREAT!"
"Oh, I understand, that's how they keep it clean! I LOVE automatic!"
- "You know what?"
"Yeah, CAMERA!"
Klospülung, Automatikgeräusch, fröhliches Gekicher der beiden Touristinnen.
Der auf die Reise folgende Diaabend wird bestimmt spannend.

Dienstag, 16. Oktober 2007

Kochen mit Hortense (I)

Was tun, wenn nicht genug Feinzucker im Haus ist?
Rich-tich! Würfelzucker kleinreiben!

Montag, 15. Oktober 2007

Nachtfreuden

"Also, wenn man sich spät abends einen Film anschaut - die haben ja Werbung! Was die da miteinander machen! Da wird man ja sogar in unserem Alter noch rot!"

Eine ältere Dame in der U-Bahn, kichernd einer Freundin berichtend.

Mittwoch, 26. September 2007

Die Schwaben und das Theater

"Der Bühnenraum darf nur zum Wäscheaufhängen benützt werden."

Aus der Hausordnung.

Donnerstag, 20. September 2007

Frauenlogik

Auf dem Damenklo:

"Hast du ihm grad wirklich gesagt..?"
- "Naja.. Er soll sich ja nicht ausgeschlossen fühlen, weil, das ist ja blöd wenn wir zwei einfach so aufs Klo gehen und er darf nicht mit. Und da dachte ich halt, bevor er alleine draußen rumsteht und wartet, da kann er doch genausogut auch aufs Klo gehen, dann hat er was zu tun.."

Mittwoch, 5. September 2007

Hall of Fame

"Nur eins", sagte der Held. "Was?" "Sie müssen wissen..." "Ja?" "Ich bin... Wie soll ich sagen...?" "Was?" "Ich bin..." "Sie sind sehr hungrig, nicht?" "Ich bin Vegetarier." "Ich verstehe nicht." "Ich esse kein Fleisch." "Warum nicht?" "Ich esse es eben nicht." "Wieso essen Sie kein Fleisch?" "Ich esse es eben nicht." "Er isst kein Fleisch", informierte ich Großvater. "Natürlich isst er Fleisch", sagte Großvater. "Natürlich essen Sie Fleisch", informierte ich den Helden. "Nein. Tu ich nicht." "Warum nicht?", erkundigte ich mich noch einmal. "Ich esse es eben nicht. Kein Fleisch." "Schweinefleisch?" "Nein." "Fleisch?" "Kein Fleisch." "Steak?" "Nein." "Huhn?" "Essen Sie Kalb?" "Um Gottes Willen, nein. Absolut kein Kalbfleisch." "Was ist mit Wurst?" "Auch keine Wurst." Ich sagte es zu Großvater, und er schenkte mir einen sehr genervten Blick. "Was ist los mit ihm?", fragte er. "Was ist los mit Ihnen?" fragte ich den Helden. "So bin ich eben", sagte er. "Hamburger?" "Nein." "Zunge?" "Was hat er gesagt, das mit ihm los ist?", fragte Goßvater. "So ist er eben." "Isst er Wurst?" "Nein." "Keine Wurst!" "Nein. Er sagt, er isst keine Wurst." "Wirklich?" "Das sagt er." "Aber Wurst ist..." Ich weiß. Sie essen wirklich keine Wurst?"
- Jonathan Safran Foer, Alles ist erleuchtet

"Es ist doch nur ein winziges zartes Würstchen." (...so in etwa.)
- Miss Minerva Mintons Großmutter

"Immernoch kein Fleisch? Auch nicht mal ein kleines Würstchen?"

- Und so reiht sich nun auch meine Großmutter ein in den großartigen Reigen des Unverständnisses.

Aber: Was ist so toll an Würstchen?

Mittwoch, 22. August 2007

So ist das also.

Der Elefantenrüssel des Elefantenrüsselfisches befindet sich an dessen Kinn.
Der Elefantenrüsselfisch sieht durch den Elefantenrüssel an seinem Kinn.
Damit auch die Beleuchtung stimmt blinkt er mehrere Male pro Sekunde mit seinem Schwanz.

- Ich dachte nur, ihr solltet es auch wissen.

Mittwoch, 8. August 2007

Vorkehrungen

"Darf Wurst in euren Kühlschrank? Ich hab gestern mit Erschrecken festgestellt, dass ich eine ganze Kühlschranketage voll habe."

"Hast du eine Zitronenpresse?"
- "Ja."
"Eine schöne?"
- "Ja."
"Scheiße. Ich trink doch so gerne Zitronenwasser, da hab ich dir gleich eine gekauft. ... Na gut, dann lass ich sie halt hier. Aber Zitronen bringe ich mit, ja?"

"Darf ich auf der obersten Treppenstufe rauchen? Ich meine, immer für jede Zigarette 4 Stockwerke runterlaufen, ... Nein, das mache ich nicht!"

"Habt ihr einen Aschenbecher?"

"Habt ihr Margarine? Sonst bringe ich meine mit, ich ess' ja keine Butter mehr."

"Ist es euch egal, welche Farbe eure Kaffeefilter haben? Ich hab hier noch soviele braune, und die mag ich nicht, die könnte ich euch schenken. Wenn ich zu Besuch bin ist es mir ja egal welche Farbe die Filter haben. ... Hm, schon albern."

"Habt ihr eigentlich eine Badezimmertür?"
- "Nein"
"... Wie duscht ihr dann?"
- "Wir machen Geräusche und stellen uns nah an die Badewanne wenn wir nackt sind. Solange darf halt niemand in die Küche."
" . . . "


In anderen Worten:
Meine Mutter kommt ab morgen 3 Tage lang zu Besuch.

Grund genug, ihr ein paar Regal- und Kühlschrankfächer freizuräumen.